Deutsches Haus Dallgow

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Geschichte Dallgows

ein Dorf 1 1/4 Meilen westlich von Spandow

Dallgow wird erstmals in einer Urkunde vom 20. November 1271 erwähnt, durch welche die Markgrafen dem Kloster zu Spandow "7 Hufen Landes in Dalghie" übereigneten. Der Name ist wenisch (daleku) und bedeutet Soviel wie "tief" oder auch "vertieft gelegen".

Aus daleku ist dann Dalghie - Dalga - Dalge - Dalgen und Dalgow geworden. Das zweite "l" ist erst im 19. Jahrhundert hinzugekommen, weil der Siegelmacher in Nauen einen neuen Stempel mit "Dallgow" erstellt hatte. Aus Sparsamkeitgründen beließ man es bis heute bei dieser Schreibweise.

Bereits 1375 gab es einen zinspflichtigen "Krug in Dalghe". Damals hatte das Dorf 49 Hufen. (1 Hufe = bäuerlicher Besitz von 30-60 Morgen), davon besaßen der Schulze zwei, der Pfarrer eine und Berliner Bürger weiteren zu ihren Höfen.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Dalge an den Ober-Hofmeister Georg von Ribbeck veräußert, dessen Familie bis 1799 im Besitz des Dorfes blieb. Hans Ludwig von Ribbeck (+1729) verfasste eine Bauordnung, in der es u.a. folgende Regelung gab:

20. Der Krüger soll keine verdächtigen Personen länger als eine Nacht beherbergen, auch deren Einwohnern nicht länger als bis 10 oder höchstens 11 Uhr Bier geben.

21. Das Karten- und Würfelspiel soll gänzlich verboten sein, bei Strafe 8 Groschen der Herrschaft von dem, der spielt, und 1 Thaler in dessen Haus es geschieht.